EMASCD e.V. Erster Mini Australian Shepherd  Club Deutschland e.V. seit 2005
DIE AUGEN DES HUNDES Früher ging der Mensch von der Annahme aus, dass Hunde nur Graustufen, „schwarz- weiß", sehen könnten. Nach heutigen Erkenntnissen sehen Hunde Farben, sind aber rot- grün-blind. Das Auge des Hundes enthält wie bei allen Säugetieren zwei verschiedene Lichtrezeptoren: die einen, die Stäbchen, sind für das Sehen von Graustufen zuständig. Die anderen, Zapfen genannt, für das Sehen von Farben. Die Stäbchen sind sehr viel zahlreicher und lichtempfindlicher als die Zapfen. Die Zapfen sorgen für das Farbensehen, aber nur bei ausreichender Beleuchtung. Das trifft auch auf den Menschen zu: In der Dämmerung sehen auch wir nur in Graustufen. Bei Hunden ist (wie auch bei den meisten anderen Säugetieren, aber nicht beim Menschen) der Augenhintergrund „verspiegelt" (diese Schicht wird Tapetum lucidum genannt), so dass einfallendes Licht vom Hintergrund des Auges reflektiert wird und die Stäbchen so noch einmal trifft. Hunde können in der Dämmerung daher sehr viel besser sehen als Menschen. Die Zapfen sind jeweils auf einen bestimmten Spektralbereich spezialisiert, beim Menschen sind es drei unterschiedliche Rezeptoren, für die Farben Rot, Grün und Blau, aus deren drei Farbsignalen das Gehirn den Gesamtfarbeindruck bildet. Der Hund hat nur zwei unterschiedliche Zapfentypen, die für Grün und Blau empfindlich sind. Dadurch wird nur ein Teil des menschlichen Farbspektrums abgedeckt: Rot ist eine Farbe, die der Hund nicht erkennt. Das Farbensehen der Hunde ist etwas in Richtung Ultraviolett verschoben und endet durch den fehlenden Rot-Rezeptor bei Gelb. Es gibt aber noch andere, gravierende Unterschiede: Das Hundeauge ist im Bereich 430 nm, dem Blaubereich, am empfindlichsten, das menschliche Auge im Bereich grün/gelb, 550 nm. Die Sehschärfe ist vermutlich geringer als beim Menschen und auf Bewegung optimiert, stillstehende Dinge werden durch das Gehirn unterdrückt, also kaum wahrgenommen. Der Grund dürfte darin liegen, dass sich die Beute des Wolfes bewegt, sie wird darum optisch selektiert. Das Sichtfeld des Hundes ist wesentlich größer als das des Menschen, es beträgt etwa 240 Grad im Gegensatz zu 200 Grad bei Menschen. Der Bereich, in dem der Hund dreidimensional sehen kann, ist mit etwa 90° etwas kleiner als derjenige des Menschen (120°). Quelle: Seite „Haushund". In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 29. September 2009, 20:16 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Haushund&oldid=65055049 (Abgerufen: 4. Oktober 2009, 08:14 UTC) DIE HÄUFIGSTEN AUGENERKRANKUNGEN BEI AUSTRALIAN SHEPHERDS C CEA (Collie Eye Anomaly) Collie-Augen-Anomalie Oberbegriff für eine Gruppe von angeborenen, rezessiv vererbten Entwicklungsstörungen des Augenhintergrundes. Die Beeinträchtigung des Sehvermögens variiert mit dem Schweregrad der Veränderungen; die Erkrankung schreitet im weiteren Leben i.d.R. nicht fort. D Distichiasis Aus dem Lidrand entspringende Haare (Wimpern beim Mensch). G Glaukom (Grüner Star) Erhöhter Augeninnendruck, der verschiedene Ursachen haben kann und zu Erblindung und Verlust des Auges führen kann. K Katarakt (Grauer Star) Jede unphysiologische Trübung der Linse oder der Linsenkapsel unabhängig von der Ursache (erblich oder nicht erblich), dem Ausmaß (minimale Trübung oder vollständig getrübte Linse), oder dem Zeitpunkt des Auftretens (angeboren oder erworben). Jeder Katarakt, ob ein- oder beidseitig, wird als erblich (HC = Hereditärer Cataract) bedingt angesehen, sofern sich nicht eindeutige Hinweise auf eine andere Ursache (Verletzungen, Stoffwechselstörungen z.B. Diabetes mellitus, Entzündungen, MPP) ergeben. Kolobom Kongeniale Schließungsdefekte; Iriskolobome befinden sich im oder nahe dem Pupillenrand. M Membrana pupillaris persistens (MPP/PPM) Angeborene fehlende Rückbildung embryonaler Gefäßstrukturen im Bereich der Pupillenöffnung, evtl. mit Trübung der Linse u./od. Hornhaut. P PED Pigment-Epithel-Dystrophie der Netzhaut (Sonderform der PRA). PHTVL/PHPV PRA Persistierende hyperplastische Tunica vasculosa lentis/Persistierendes hyperplastisches primäres Vitreum; sehr selten und meist einseitig auftretende Missbildungen. Werden Teile des hyaloiden Glaskörpers und des Gefäßsystems hyperplastisch und bleiben sie auch postnatal noch bestehen, führt dies zur Kataraktbildung. Progressive Retina(Netzhaut) Atrophie; Gruppe von erblich bedingten Netzhauterkrankungen, die durch Dysplasien (Frühformen) oder Degenerationen (Spätformen) der Sehzellen (Photorezeptoren) zur Beeinträchtigung des Sehvermögens bzw. Erblindung führen. R RD Retinadysplasie; angeborene Fehlentwicklung der Netzhaut; je nach Schweregrad in Form von Falten u. Rosetten (leichte, fokale Formen), bzw. Netzhautablösungen; schwere Dysplasieformen können Retina-degenerationen nach sich ziehen.
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