EMASCD e.V. Erster Mini Australian Shepherd  Club Deutschland e.V. seit 2005
WARUM EIGENTLICH EINE ABSTAMMUNGSÜBERPRÜFUNG? Die Abstammungsüberprüfung in der Hundezucht wird zunehmend zum Standard. Die Zuchtverbände haben die Regeln hierfür unterschiedlich festgelegt: sie reichen von stichprobenartigen Überprüfungen, über Überprüfungen in Abhängigkeit von der Zahl der Würfe, bis hin zu einer vollständigen Überprüfung bei allen zur Zucht zuzulassenden Hunden. Der Vorteil liegt für die Züchter klar auf der Hand: Die Züchter können beweisen, dass die zum Verkauf angebotenen Welpen tatsächlich von den angegebenen Eltern abstammen. Schwarze Schafe unter den Züchtern können schnell erkannt werden. Jeder Hund, dessen Abstammung überprüft wurde, hat seinen individuellen „Personalausweis": Selbst wenn die Hunde nicht mit einem Transponder markiert oder tätowiert sind oder der Transponder gewaltsam entfernt wurde, kann z.B. im Falle des Diebstahls des Hundes die Identität durch erneute Untersuchung des Erbguts einer neuen Probe eindeutig festgestellt werden. Eindeutige Abstammungskontrolle mittels Mikrosatelliten Im Tierzuchtgesetz und in den Zuchtbuchordnungen der einzelnen Zuchtverbände ist die Überprüfung der Abstammung als wesentlicher Bestandteil der internen Kontrolle der Zuchtbuchführung vorgeschrieben. Die früher in der Praxis überwiegend angewendete Methode der Bluttypenbestimmung erreicht nur eine Ausschlusswahrscheinlichkeit von 90 bis 95%. Eine Ausschlusswahrscheinlichkeit von 90 bis 95% bedeutet, dass statistisch gesehen von 100 falsch angenommenen Eltern nur 90 bis 95 falsche Elternteile tatsächlich erkannt und von der Elternschaft ausgeschlossen werden können. Das Verfahren der Genotypisierung mittels Mikrosatelliten ist demgegenüber zurzeit die sicherste wirtschaftliche Methode der eindeutigen Tieridentifikation. Hierbei wird mittels der genomanalytischen Bestimmung von Mikrosatelliten (Markern) ein genetisches Profil des Einzeltieres, häufig auch als "genetischer Fingerabdruck" bezeichnet, erstellt. Vergleicht man das DNA-Profil eines Nachkommens mit denen der potenziellen Eltern, so kann anhand der genetischen Marker die Elternschaft mit einer Ausschlusssicherheit von weit über 99% gewährleistet werden. DNA-Mikrosatelliten als Marker Das Erbgut setzt sich aus vier Bausteinen zusammen: Adenin (A), Guanin (G), Cytosin (C) und Thymin (T). Mikrosatelliten bestehen aus identischen, sich mehrfach wiederholenden DNA-Sequenzmotiven (z.B. ...CACACACA...., eines der häufigsten Muster), die sich über das gesamte Genom verteilen. Die Anzahl dieser Wiederholungseinheiten variiert zwischen verschiedenen Individuen und ist Voraussetzung, um sie als so genannte Marker zu verwenden: Ihre Kombination kennzeichnet den Genotyp eines Individuums. Diese Unterschiede werden genutzt, um typische Sequenzmuster für verschiedene Tierarten (z.B. Hund, Pferd, Rind usw.) zu untersuchen. In der Hundezucht wird z.B. durch die kombinierte Anwendung von neun bis zu siebzehn Markern eine durchschnittliche Ausschlusswahrscheinlichkeit von über 99,9% erreicht, wobei diese Marker aufgrund einer Standardisierung international vergleichbar sind und das Datenmaterial zwischen den Labors, die sich an international anerkannte Standards halten, auf Kundenwunsch austauschbar machen. Die Methode Die moderne Abstammungs- und Identitätsanalyse beschäftigt sich mit so genannten „Mikrosatelliten". Diese Mikrosatelliten, auch Marker genannt, sind bestimmte Stellen im Erbgut, die sich durch eine hohe Vielfalt zwischen den Individuen auszeichnen, aber dennoch stabil an die Nachkommen vererbt werden. Für jeden Marker zeigt ein Nachkomme zwei so genannte „Allele". Bei der Vererbung gibt sowohl Vater als auch Mutter je Marker jeweils eins seiner Allele an den Nachkommen weiter. Das bedeutet, alle Allele des Nachkommen müssen sich bei Vater und Mutter wieder finden. Auf diese Art werden Abstammungsfälle gelöst. Für Identitätsnachweise werden zwei Proben desselben Individuums genommen und miteinander verglichen. Die Allele aller Marker müssen dabei übereinstimmen. Die Marker sind auf dem Erbgut in nicht-codierenden Bereichen verankert. Das bedeutet, sie stehen nicht im Zusammenhang mit jedweden erwünschten oder unerwünschten Erbeigenschaften. In manchen Medien werden diese Marker auch als „genetischer Müll" bezeichnet: Sie haben keine Funktion. Die Gesamtheit aller Marker und deren Allele stellt den Genotypen dar. In der Regel werden zwischen 9 und 30 Marker pro Genotyp untersucht. Die Analyseergebnisse können gespeichert und für nachfolgende Analysen wiederverwertet werden. Das bedeutet, man kann Proben "auf Vorrat" analysieren und deren Ergebnisse später, auch in anderen Laboratorien, benutzen. Die Analytik der Certagen GmbH unterliegt einem strengen, nach DIN EN ISO/IEC 17025:2005 akkreditierten Qualitätsmanagement. Für die Untersuchung werden ca. 2 ml EDTA-Blut benötigt, bei sehr jungen Welpen genügen auch 0,2 ml. Quelle: Certagen GmbH, Rheinbach DNA-TITEL DNA-CP Parentage Confirmation Diesen Titel erhalten Hunde, für die erstmals eine DNA-Analyse erstellt wurde, d.h. kein oder nur ein Elterntier sind DNA-getestet. DNA-VP Parentage Verification Diesen Titel erhalten DNA-geteste Hunde, für deren beide Elternteile bereits eine DNA-Analyse vorliegt.
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